Das Frankfurter Manifest:

Eine klare Stimme für das emanzipatorische bedingungslose Grundeinkommen!

Autor: Jörg Reiners
Artikel zuvor veröffentlicht im Netzwerk Grundeinkommen

Verschiedene Vorstände börsennotierter Unternehmen, wie z.B. Timotheus Höttges von der Deutschen Telekom AG, haben die Einführung eines Grundeinkommens angemahnt. Auffällig dabei: Die lautesten Stimmen kommen von den Chefs der Firmen, die ganz wesentlich mit der Digitalisierung zu tun haben. Man darf voraussetzen, dass diese Herren am besten wissen, was noch alles in ihren Schubladen liegt, und abschätzen können, was wann und wie auf unsere Gesellschaft zukommen wird. In dem Newsletter vom 25.04.2016 wurde bereits auf erste Töne aus den Chefetagen hingewiesen.
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Videodokumentation der BGE-Arbeitstagung

Wir werden zeitnah eine vollständige Videodokumentation der BGE-Veranstaltung unter YouTube Kanal digiBGE online stellen. Unser Ziel ist es, eine möglichst transparente offene Dokumentation allen zur Verfügung zu stellen, die an der Tagung nicht teilnehmen konnten. Sie dient auch als Mediathek und Quelle für alle, die sich intensiv mit dem Thema BGE und Digitalisierung, insbesondere Arbeit 4.0, informieren wollen. Besonders letzteres nicht aus der Sicht von Arbeitgebern, Unternehmensverbänden und Parteien. Wir folgen damit einem Wunsch, der bei der Arbeitstagung häufig eingefordert wurde. Digitale-Plattformen müssen die Vielfälligkeit einer Gesellschaft zum Ausdruck bringen und dürfen nicht von global agierenden Unternehmen vereinnahmt und einseitig, im Interesse ihrer wirtschaftlichen Ansprüche und Zielsetzungen, interpretiert oder sogar manipuliert werden.

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Bedingungsloses oder emanzipatorisches Grundeinkommen

Häufig wird die Frage gestellt, worin unterscheidet sich ein bedingungsloses von einem emanzipatorischen Grundeinkommen und brauchen wir eine solche Trennung in der Definition.

Werner Rätz von der Arbeitsgruppe Genug für Alle, Attac Deutschland, hat versucht auf der Arbeitstagung „Digitalisierung? Grundeinkommen!“ am 25. – 26. Mai 2018 in Frankfurt am Main eine Antwort zu geben. Er hob noch einmal die Frage hervor, warum diese Arbeitstagung notwendig geworden ist. Was bedeutet es für uns, wenn (Silikon)-Manager sich für ein Grundeinkommen aussprechen? Rätz benennt zwei Gründe:
a) Durch ein Grundeinkommen lässt sich der Konsum (der Kauf von Gütern) sicherstellen, auch dann, wenn das Einkommen aus der Produktivität durch die Digitalisierung alleine nicht mehr in Zukunft ausreichen wird.
b) Dort wo Menschen zukünftig noch in der Produktion tätig sein müssen, sollen diese Erwerbsarbeiter möglichst billig, isoliert und ungeschützt ihre Arbeit verrichten. Stichwort: Billige Arbeit zur Profitmaximierung.

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Kurzer Zwischenbericht zur BGE-Veranstaltung in Frankfurt.

Digitalisierung? Grundeinkommen!

Das Ergebnis der Arbeitstagung, an der etwa hundert Menschen teilgenommen haben, war ein gemeinsames Positionspapier, worauf sich die Teilnehmer einigen konnten. Aufgrund der durchaus konstruktiven und fruchtbaren Diskussionsrunden und Workshops wird das Papier derzeit noch redaktionell überarbeitet und ergänzt. Wir werden dieses gemeinsame Positionspapier in den nächsten Tagen online stellen. Alle Informationen zur zwei tätigen Veranstaltung werden wir ebenfalls sukzessive als Videodokumentation auf youtube „Kanal digiBGE“ oder als kleine Artikel auf unserem Blog https://digibge.wordpress.com/ veröffentlichen.

Mit unserem Positionspapier wollen wir unsere Vorstellungen eines emanzipatorischen BGE dem eines neoliberalen BGE gegenüberstellen und letztendlich die Frage zu beantworten versuchen: „Wie wollen wir in Zukunft leben?“

Die BGE-Arbeitstagung ist erst der Anfang einer grundsätzlichen Diskussion zu der oben gestellten Frage. Jeder, der sich der Frage widmen möchte, ist uns herzlichst willkommen.

Nur gemeinsam und in einem allgemeinen Konsens lässt sich ein BGE einführen. Und nur gemeinsam und in einem allgemeinen Konsens lässt sich eine gesellschaftliche Zukunft gestalten, die alle mit einbezieht und niemanden ausschließt.

Digitalisierung? Grundeinkommen!

GrundeinkommensaktivistInnen organisieren eine u. a. vom Netzwerk Grundeinkommen unterstützte öffentliche Arbeitstagung Ende Mai in Frankfurt am Main zu Digitalisierung, Arbeit 4.0 und Grundeinkommen. Dabei sind namhafte VertreterInnen aus Politik und Wissenschaft wie Anke Domscheit-Berg, Wolfgang Strengmann-Kuhn und Timo Daum.

Folgende Inputs werden gegeben:

  1. Digitalisierung heute und morgen – Überblick über Möglichkeiten der Digitalisierung und des Einsatzes von Robotern: Philipp Frey, Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse.
  2. Wie werden sich die Produktion und die Dienstleistungen verändern? Chancen und Verluste von Arbeitsplätzen: Timo Daum, Dipl. Physiker, Onlinedesigner, Dozent für online-development und digital economy.
  3. Gesellschaftliche und soziale Herausforderungen. Welche Gesellschaft wollen wir? Anke Domscheit-Berg, MdB, Unternehmerin, Publizistin, Aktivistin.

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Unsere Referentenliste

Für die BGE-Arbeitstagung am 26.05.18 in Frankfurt am Main konnten wir namhafte Referenten gewinnen, die sich entweder seit Jahren als BGE-Aktivisten oder mit (wissenschaftlichen) Veröffentlichungen zum Thema BGE hervorgetan haben.

  • Anke Domscheit-Berg,
  • Philipp Frey,
  • Dr. Sebastian Sevignani,
  • Timo Daum und
  • Dr. Strengmann-Kuhn

Wir hoffen, es wird der Beginn einer fruchtbaren zukünftigen Zusammenarbeit in Sachen bedingungsloses Grundeinkommen und Ansporn für weitere „Prominente“ und wichtige Persönlichkeiten sein, sich unserer BGE-Allianz anzuschließen. Ein bedingungsloses Grundeinkommen kann nur von der Mehrheit aller gestaltet und umgesetzt werden. Jetzt ist die Zeit reif!

Referentenliste: https://digibge.wordpress.com/category/referentenliste/