digiBGE19-Norden

Digitalisierung? Grundeinkommen! Lösung für die Landwirtschaft?

Gastbeitrag: Annette Berndt

Die Videos zur Veranstaltung: digiBGE19-Norden Teil 1, digiBGE19-Norden Teil 2, digiBGE19-Norden Teil 3

Im Rahmen der digi BGE-19 Tournee diskutierten am 15.11.2019 Vertreter aus der Landwirtschaft in Norden. Carl Noosten, Leiter eines Ackerbaubetriebs und Kreisvorsitzender des LHV Norden–Emden (landwirtschaftlicher Hauptverein), Kristian Lampen, Biobauer aus dem Emsland und Betreiber der Solidarischen Landwirtschaft auf dem Hof Ems-Auen und Ottmar Ilchmann, Milchbauer aus Rhauderfehn und Landesvorsitzender der AbL Niedersachsen/Bremen (Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft) waren der Einladung in die Behrendssche Villa gefolgt. Organisiert und moderiert wurde die Veranstaltung von Timo Schneider von der Kreisvolkshochschule Norden, von Dr. Michael Berndt, Fachberater BGE der Piratenpartei Deutschland und von Annette Berndt, agrarpolitische Sprecherin der Piratenpartei Deutschland, die sich im Netzwerk Grundeinkommen engagieren.

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digiBGE19-Bremen

„Chancen und Risiken der Digitalisierung“

Im Fokus der Tagesveranstaltung stehen die Rahmenbedingungen eines Grundeinkommens im Zeitalter der Digitalisierung. Es geht um Fragen der Auswirkungen des digitalen Wandels auf verschiedene Lebensbereiche: soziale Sicherheit, Arbeitsverhältnisse, Demokratie, Gesundheit, Landwirtschaft etc. Sowohl Digitalisierung wie Grundeinkommen bilden oft gemeinsame Schnittmengen bei politischen Gruppen.
Zur Einführung in die Themen stellen Fachleute aus Parteien, Organisationen und Initiativen in 10- bis 15-minütigen Kurzvorträgen ihre Sichtweise dar. In einem anschließenden World-Café wollen wir dann diese Themenbereiche mit den Referierenden und dem Publikum in Arbeitsgruppen weiter vertiefen und die Ergebnisse in einer abschließenden großen Runde präsentieren.

  • Dipl. Agr. Ing. Annette Berndt (agrarpolitische Sprecherin der Piratenpartei Deutschland): Digitalisierte Arbeitswelt in der Landwirtschaft
    Die Digitalisierung wird als Schub für eine Rationalisierungswelle in der Arbeitswelt angesehen. Daher ist es zunehmend notwendig über alternative Einkommensmodelle, z.B. ein Grundeinkommen nachzudenken, wenn immer weniger Menschen ihr Einkommen über Erwerbsarbeit verwirklichen können. Was erwarten eigentlich die Landwirte von der Digitalisierung? Viele
    befürchten, dass der sogenannte Strukturwandel, nämlich dass die Großen immer mehr die Kleinen verdrängen, durch Investitionen in digitale Anwendungen und Effizienzgewinne noch beschleunigt wird. Kann ein Grundeinkommen hier etwas ausrichten?
  • Thomas Schäfer (Grünes Netzwerk Grundeinkommen, Berater für interaktive Medien): Lohn „der Hände Arbeit“ in der digitalen Transformation
    Wie verschiebt sich das fragile Gleichgewicht aus ökonomischen und sozialen Notwendigkeiten sowie deren finanzieller Grundlagen, das spätestens seit Anfang des 20. Jahrhunderts die Antriebsfeder der Entwicklung unserer westlichen Welt darstellte? Wie schnell wird das relevant und was folgt aus dieser Entwicklung? Hat unsere westliche Demokratie in Zeiten des Populismus noch genug Kraft die notwendigen ordnungspolitischen Maßnahmen zu ergrei­fen? Wollen wir das überhaupt und welche Ziele könnte man verfol­gen? Kann ein bedingungsloses Grundeinkommen ein sinnvoller Teil davon sein?
  • Dagmar Paternoga (attac Bonn und ehemalige Sozialarbeiterin und Psychotherapeutin): Digitalisierung im Gesundheitswesen – Wohl oder Wehe für Patient*innen?
    Was bewirkt die Digitalisierung im Gesundheitswesen? Wem nutzt sie, wem schadet sie? Ist es diese Technologie, die die Richtung bestimmt? Oder ist Digitalisierung eine Technik, die sowohl profitgetrieben zum Nutzen von IT-Konzernen wie auch zum Wohle von Patient*innen und Beschäftigten im Gesundheitswesen genutzt werden kann? Und was hat das alles mit dem bedingungslosen Grundeinkommen zu tun? Im „Frankfurter Manifest“ heißt es: Zu einem bedingungslosen emanzipatorischen Grundeinkommen gehören die Sicherung und der Ausbau von sozialer Infrastruktur und öffentlicher Daseinsvorge wie eine umfassende kostenlose solidarische Gesundheitsversorgung. Was können wir tun, damit das solidarische Gesundheitssystem nicht nur erhalten, sondern auch ausgebaut werden kann? Wie könnten wir die Digitalisierung dabei zum Wohle von Patient*innen und Nutzer*innen von Smartphone, Tablett , Internet usw. gestalten?
  • Gernot Reipen (AG Digitalisierung, Grundeinkommen, Netzwerk Grundeinkommen): Grundeinkommen und direkte Demokratie
    Die zunehmende Politikverdrossenheit gefährdet unsere Demokratie. Dringend notwendige Reformen werden gar nicht oder nur halbherzig angegangen und enden meistens in nicht nennenswerten Reförmchen. Ist die parlamentarische Demokratie in der jetzigen Form im Zeitalter der Digitalisierung überhaupt noch zeitgemäß? Der Ruf nach direkter Mitbestimmung in politischen Entscheidungsprozessen wird immer lauter. Doch wo Ängste die Menschen leiten, versagt oft der gesunde Menschenverstand und die Vernunft. Die Geschichte der Demokratie lehrt uns: Nur ein Mensch ohne Existenzangst ist frei in seinen Entscheidungen. Daher stellt ein Grundeinkommen eine wesentliche Voraussetzung für eine intakte direkte Demokratie dar.
  • Werner Rätz (Bonn, Aktivist, Autor und Mitbegründer von Attac Deutschland): Eine andere Digitalisierung ist möglich?
    Die Digitalisierung könnte eine nützliche Hilfe sein, um die Bedürfnisse der Menschen (fast) ohne Zeitverzug und von ihnen selbst gesteuert zu erfassen und
    gesellschaftlich planvoll zu befriedigen. Sie könnte genutzt werden, um demokratische Disskussions- und Abstimmungsprozesse zu organisieren und den Einzelnen unmittelbaren Zugriff auf für sie relevante Informationen zu ermöglichen. Digitalisierung  k ö n n t e  das alles sein, wenn, ja wenn sie nicht im Kapitalismus stattfände. Da ist sie ein Instrument zur Sammlung aller nur erreichbaren Daten zwecks noch schnellerer, noch gnadenloserer Steigerung des Profits. 
    Es geht also nicht um Verdammung einer Technologie, sondern um ihre demokratische Gestaltung. Diese muss nicht nur gegen die großen Datenkraken durchgesetzt werden, sondern auch gegen die Unwilligkeit politischer Entscheidungsträger und leider auch die Sorglosigkeit mancher Nutzer*innen. 

digiBGE19-Saarbrücken

Digitalisierung + Grundeinkommen + X


Am 26.10. findet von 10 -14 Uhr in der Stiftung Demokratie Saarland eine Diskussionsveranstaltung zu verschiedenen Aspekten der Digitalisierung statt.

Was haben Digitalisierung und Feminismus miteinander zu tun? Verlieren wir langsam unsere Autonomie an Tech-giganten? Wie verändert sich die Arbeitswelt? Was macht die Politik eigentlich? Und ständen wir diesen ganzen Herausforderungen anders gegenüber, wenn wir ein Bedingungsloses Grundeinkommen hätten? Diese Fragen werden u.a. von Michael Hilberer, ehem. MdL der Piratenpartei, Sarah Klein der LAG Digitalisierung der Grünen wie auch Sarah Sterz von Algoright und Werner Rätz von der attac AG „Genug für alle“ diskutiert und anschließend mit den Besuchern in einem World Café vertieft. Für das leibliche Wohl in der Mittagspause ist gesorgt.

Diese Veranstaltung findet im Rahmen des 18 jährigen Jubiläums von der attac Gruppe Saar statt und wird mit dem Offenen Treff für ein Bedingungsloses Grundeinkommen und dem AK Digitales der Jusos Saar organisiert in Kooperation mit der Stiftung Demokratie Saarland und in Zusammenarbeit mit der Heinrich Böll Stiftung Saar.

digiBGE19-Remagen

Leben in der Stadt – Gestern | Heute | Morgen

Josef Dietzgen-Club e.V. Symposium
Wir laden alle Interessierten in den sogenannten Kulturbahnhof “ Rolandseck “ ein.
Unser Tagungsraum, das ist der Konferenzraum, liegt im Jugendstilgebäude unterhalb des zeitgenössischen 

Arp-Museum 
Hans-Arp-Allee 1 
53424 Remagen (Rheinland-Pfalz). 

Wir erwarten Sie am

Samstag, 12. Oktober 2019
Beginn ist um 11:00 Uhr.
Das Ende ist für 16:00 Uhr vorgesehen.

Entgegen der allgemeinen Annahme sind Städte keine sich kaum verändernden Angelegenheiten. Vielmehr handelt es sich bei Städten um höchst dynamische Prozesse. Sie sind stetem Wandel unterlegen.

Sieht man die Stadt nicht als eine reine Ansammlung von Gebäuden an, sondern betrachtet sie als Zeichensystem, entdeckt man „Stadt“ neu! 

In ihrer Geschichte hatten Städte nicht selten gravierende Umbrüche zu verzeichnen. Das Aufkeimen des industriellen Zeitalters wandelte das Bild der Stadt so umfangreich wie es kein anderer kultureller Wandel vermochte.

Nun steht den Städten ein weiterer bedeutsamer Wandel bevor! Das Industriezeitalter wandelt sich und digitale Erneuerungen werden sehr spürbar in das Stadtgefüge und das Leben der Menschen eingreifen.

Doch wie geht dieser Wandel aus? Werden die Menschen wieder einmal zu den Verlieren des Wandels der Städte gehören? Oder gelingt es den Prozess der Digitalisierung in der Stadt und in dem Leben des Menschen so zu gestalten, dass man künftig von einem humanen Zeitalter sprechen kann?

Das Symposium des JDC ist ganz bewußt eine weitere Perle auf der Kette der deutschlandweiten Veranstaltungen der Initiative #digiBGE2019 , die mit ihrem “ Frankfurter Manifest “ ein nicht mehr zu übersehendes Zeichen gesetzt hat: das Manifest appelliert an die Bürgerinnen und Bürger, die Zukunft nicht länger ausschliesslich den Kapitalinteressen zu überlassen, sondern sich das zurückzuholen, was ihnen von Rechts- und von Naturwegen her zusteht: ein menschenwürdiges Leben!

Das Symposium hat sich zu Ziel gesetzt, auszuloten, wie das Leben in der Stadt in Zeiten der Digitalisierung menschlicher organisiert und gestaltet werden kann. Dabei möchten wir einen innovativen, ganzheitlichen Ansatz ausarbeiten und den handelnden Akteuren als Handlungsrahmen mit auf den Weg geben.

Vielleicht tragen die Ergebnisse des Symposiums dazu bei, eine Modellstadt Wirklichkeit werden zu lassen, die als Matrix für alle anderen Städte gelten kann. Vielleicht durch den Wandel einer Kommune in den wegbrechenden Braunkohleregionen z.B. in der Lausitz.    

11:00 Uhr        

Eröffnung und Begrüßung durch den Ersten Vorsitzenden des Vereins Josef Dietzgen Club Heinz Jürgen Hörster

11:05 Uhr

Einführung in das Symposium durch Jörg Reiners / Key Speech “ Die Stadt als Zeichensystem

11:20 Uhr        

Impulsreferate (ca. 10 Minuten):

12:30 Uhr

Pause

13:30 Uhr       

Beginn der Workshops

14:15 Uhr       

Kaffeepause

15:00 Uhr       

Ende der Workshops / Präsentation der Ergebnisse durch auszuwählende interessierte Teilnehmende der Workshops bzw. die Referierenden

15:45 Uhr       

Fazit des Symposiums / Ausblick (mögliche Folgeveranstaltungen / angedachte Anthologie)

16:00 Uhr       

Offizielles Ende des Symposiums / Schlußwort durch Heinz Jürgen Hörster und Jörg Reiners

Im Anschluß besteht Gelegenheit zum ungezwungenen Small Talk sowie einer Führung durch Kulturbahnhof und das oberhalb gelegene Arp-Museum, einer Architektur des US-amerikanischen Architekten Richard Meier

digiBGE19-Hamburg

Vom Grundgesetz zur Demokratie und zum Grundeinkommen
zur Frage der Produktivität der Wirtschaft im Zeitalter der Digitalisierung

Die Veranstaltung wurde aufgezeichnet. Die Bearbeitung der Videodateien läuft!

Am 5. Oktober 2019 gastiert die digiBGE19-Tournee in der W3-Werkstatt in Hamburg-Altona, Nernstweg 32-34. Die Tournee zum Thema „Digitalisierung? Grundeinkommen!“ ist die Fortsetzung der BGE17-Tournee, die 2017 in vierzehn Städten mit über vierzig Referierenden stattgefunden und zu einer guten Vernetzung von BGE-Aktivisten in Deutschland und über die Grenzen hinaus geführt hat. Diesmal wollen wir uns aber nicht ausschließlich mit dem Thema Grundeinkommen beschäftigen, sondern vielmehr die Rahmenbedingungen eines Grundeinkommens im Zeitalter der Digitalisierung in den Fokus stellen und gemeinsam diskutieren.
Bei dieser Veranstaltung geht es schwerpunktmäßig um die Themen:

1. Grundrechte im Zeitalter der Digitalisierung
2. Chancen und Risiken der Demokratie und die Bedeutung des Grundeinkommens für eine intakte Demokratie im Zeitalter der Digitalisierung und
3. Wozu dient die Produktivität der Wirtschaft und wozu sie künftig im Zeichen der Digitalisierung dienen könnte bzw. sollte?“

Als Referierende eingeladen sind:
Ute Behrens von der Initiative146
Dr. Gernot Reipen vom Arbeitskreis „Digitalisierung? Grundeinkommen!“ im Netzwerk Grundeinkommen und
Prof. Dr. Otto Lüdemann vom Netzwerk Grundeinkommen in Hamburg.


PROGRAMM

  • Grundrechte digital abgehängt.
    Ist das Grundgesetz noch zeitgemäß?
    Ute Behrens

70 Jahre Grundgesetz. Kaum einer weiß, dass ,,Verfassungsvater“ Hermann Brill bei der Entstehung der Grundrechte an die französische Verfassung von 1789 dachte. Die Verwirklichung der Menschen- und Bürgerrechte als oberstes Ziel, als eigentlicher Staatszweck für Regierung, Gesetzgebung, Verwaltung und Rechtsprechung. In diesem Jahrhundert scheinen die Grundrechte erneut auf der Kippe zu stehen, weil eine ganze Gesellschaft über ihre Köpfe hinweg zwangsdigitalisiert wird.

Wie fragil ist unser Grundgesetz? Ist es überhaupt noch in der Lage, uns in letzter Konsequenz vor chinesischen Verhältnissen zu schützen, d.h. vor einer Volkswirtschaft, die die Künstliche Intelligenz zum Staatsziel erklärt hat und Social Scoring nutzt, um den Totalitarismus effizienter zu gestalten?

Müssen wir nicht dringend unsere Grundrechte erweitern? Können wir unser Grundgesetz überhaupt noch „updaten“, oder brauchen wir nicht längst ein völlig neues „Betriebssystem“, einen neuen Gesellschaftsvertrag, der die „Macht der Daten“ in die Hände der Bürgerinnen und Bürger zurücktransferiert?

Videodokumentation

 

  • Demokratie, Grundeinkommen und Digitalisierung
    Dr. Gernot Reipen

    Der digitale Einfluss auf politische Entscheidungsprozesse ist nicht mehr von der Hand zu weisen und allgegenwärtig. Die digitale weltweite Vernetzung und der fast uneingeschränkte Datenstrom an Informationen bilden Chancen und Risiken für unsere Demokratie zugleich.Dabei sollten wir die Digitalisierung so nutzen, dass sie allen Menschen dient und allen Menschen zu Nutze gereicht. Wenn die Digitalisierung uns zukünftig durch Automatisierung, Roboterisierung und Algorithmen die Arbeit erleichtert oder sie sogar überflüssig macht, dann müssen wir zukünftig die (Frei-)Zeit besitzen, an demokratischen Entscheidungen aktiv und jederzeit teilzunehmen. Dann müssen wir zukünftig die (Frei-)Zeit besitzen, an neuen Gesellschaftsformen aktiv mitwirken und diese aufbauen zu können. Dann braucht es ein bedingungsloses Grundeinkommen zur Wahrung einer selbstbestimmten Gesellschaft und einer intakten Demokratie im Zeitalter der Digitaliserung. Denn nur ein Mensch ohne Existenzangst ist frei in seinen Entscheidungen.

Videodokumentation
Anmerkungen zur Videodokumentation: Demokratie, Grundeinkommen und Digitalisierung
Oder, wer regiert hier eigentlich? Eine Frage, die der Kabarettist Georg Schramm schon 2012 seinem Publikum stellte.

Sicherlich nicht unsere Politiker, sicherlich nicht die Regierung und auf gar keinen Fall das Volk. Georg Schramm nannte als Antwort das Böse, genauer die Habgier. Regierungen stufte er allerhöchstens als Furunkel am Gesäß des Bösen ein. Nicht mehr und nicht weniger.

In meinem Vortag „Demokratie, Grundeinkommen und Digitalisierung“  habe ich das Böse noch präziser definiert. Für mich ist es der ungezügelte Raubtierkapitalismus, der unsere Gesellschaft und unsere Kultur seit dem Fall der Mauer verstärkt bedroht und unsere Gesellschaft in arm und reich, in Gewinnern und Verlierern aufspaltet. Parallel zur Digitalisierung macht sich eine zunehmende Radikalisierung bemerkbar, die die gesellschaftliche Aufspaltung noch verstärkt. Es ist fünf vor Zwölf, wenn wir unsere Demokratie retten wollen. Dabei nimmt das bedingungslose Grundeinkommen, neben anderen politischen Voraussetzungen, eine wichtige Rolle ein.

Am Ende meines Vortrages weise ich auf zwei sehenswerte und ergänzende Dokumentationen hin, die auf YouTube jederzeit abrufbar sind: Die Arte Dokumentation „Die Erdzerstörer“  und „Die Menschheit schafft sich ab

 

  • „Wozu dient die Produktivität der Wirtschaft ?
    ……und wozu sie künftig im Zeichen der Digitalisierung dienen könnte / sollte?“
    Prof. Dr. Otto Lüdemann

Das individuelle Wohl aller einzelnen Menschen und das Gemeinwohl (das Menschenrecht auf Existenz und das Ziel des Wirtschaftens) sollte stets zusammen betrachtet werden. Daher macht es Sinn, die Idee des bedingungslosen Grundeinkommen (BGE) und die Idee der Gemeinwohlökonomie (GWÖ) miteinander zu verknüpfen und für eine engere Kooperation der dahinter stehenden Bewegungen zu werben.
Im Vortrag näher vorgestellt wird die Idee eines BGE-Feldversuchs, bei dem die Mitarbeiter/Innen ausgewählter europäischer GWÖ-Unternehmen, und zwar ggf. nur komplette Belegschaften, sich bewerben könnten, um für eine begrenzte Zeit ein partielles Grundeinkommen zu erhalten. Die Unternehmen hätten sich zu verpflichten, die finanzielle Zuwendung nicht als Lohndumping-Maßnahme zu missbrauchen.
Eine wissenschaftliche Begleitstudie hätte zu prüfen, ob sich bei diesem Versuch die begründete Erwartung einer Win-Win-Bilanz für beide Bewegungen bestätigt. Ferner sollte untersucht werden, wie sich die bedingungslose Zuwendung auf die Arbeitsmotivation der Menschen, auf ihre individuelle Lebensplanung, auf die Arbeitsorganisation und die Produktivität in den Unternehmen sowie insgesamt auf die Unternehmenskultur auswirkt.

Videodokumentation

 

 

 

Demokratie, Digitalisierung und Grundeinkommen

Möglichkeiten einer emanzipatorischen Gestaltung

Im Rahmen der Internationalen Woche des Grundeinkommens vom 16. bis 22.9.2019, findet am kommenden Mittwoch, den 18. September, um 18:30 Uhr im Gewölbekeller der Stadtbücherei Weimar, Steubenstraße 1, 99423 Weimar, ein Vortrag mit anschließender Diskussion zum Thema Demokratie, Digitalisierung und Grundeinkommen statt. Referent ist Dr. Gernot Reipen vom Arbeitskreis Digitalisierung? Grundeinkommen! im Netzwerk Grundeinkommen.

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digiBGE19-Tournee

Unsere Unterstützer

AG Grundeinkommen attac
Grundeinkommen ÖDP

ES GEHT LOS!

Ab Mai starten wir bundesweit die digiBGE19-Tournee. In mindestens zwölf deutschen Städten wollen wir eine Veranstaltung zum Thema „Digitalisierung? Grundeinkommen!“ mit Initiativen, Organisationen und Parteien vor Ort organisieren und durchführen.

Bereits in Planung sind die Städte: Saarbrücken, Frankfurt am Main, Hamburg, Remagen und Norden.

Es sollten noch einige hinzukommen und dazu brauchen wir deine (eure) Mitwirkung und Unterstützung.

TERMINE bereits gesetzt:

25.05.19 Bonn, DGB-Haus, Endenicherstraße 127
von 11:00 bis 15:00 Uhr

alle Infos dazu findet ihr hier:
Referenten, Programm und Videos

05.10.19 Hamburg, W3-Werkstatt, Nernstweg 32-34 von 11:00 bis 15:00 Uhr
Referenten und ihre Themen (weitere Informationen und Videos)

  • Grundrechte digital abgehängt.
    Ist das Grundgesetz noch zeitgemäß?
    Ute Behrens
    (ini146)
  • Demokratie, Grundeinkommen und Digitalisierung
    Dr. Gernot Reipen (AG Digitalisierung, Grundeinkommen, Netzwerk Grundeinkommen)
  • „Wozu dient die Produktivität der Wirtschaft ?
    ……und wozu sie künftig im Zeichen der Digitalisierung dienen könnte / sollte?“
    Prof. Dr. Otto Lüdemann (Netzwerk Grundeinkommen, Hamburg)

12.10.19 Remagen / Bahnhof Rolandseck, Hans-Arp-Allee 1 von 11:00 bis 16:00 Uhr
Referenten und ihre Themen
(weitere Informationen und Programm)

26.10.19 Saarbrücken, Stiftung Demokratie Saarland (SDS), Europaallee 18, 66113 Saarbrücken
von 10:00 bis 14:00 Uhr

Referenten und ihre Themen (weitere Informationen und Programm)

15.11.19  Norden, Kreisvolkshochschule Uffenstraße 1
von 14.00 bis 18:00 Uhr

Referenten und ihre Themen (weitere Informationen und Videos)

  • Ottmar Ilchmann, AbL, Vorsitzender des Landesverbandes Niedersachsen/Bremen
  • Kristian Lampen, Bio-und SoLaWi-Landwirt, Hof Ems-Auen
  • Carl Noosten, Vorsitzender des LHV-Kreisverbandes Norden-Emden

Veranstalter: KHVS Norden

23.11.19 Bremen, Vereinigte Ev. Gemeide Bremen-Neustadt, Kornstraße 31, 28201 Bremen
von 11:00 bis 15:00 Uhr

Referenten und ihre Themen (weitere Informationen und Programm)

  • Digitalisierte Arbeitswelt in der Landwirtschaft
    Dipl. Agr. Ing. Annette Berndt (agrarpolitische Sprecherin der Piratenpartei Deutschland)
  • Lohn „der Hände Arbeit“ in der digitalen Transformation
    Thomas Schäfer (Grünes Netzwerk Grundeinkommen, Berater für interaktive Medien)
  • Digitalisierung im Gesundheitswesen – Wohl oder Wehe für Patient*innen?
    Dagmar Paternoga (attac Bonn und ehemalige Sozialarbeiterin und Psychotherapeutin)
  • Grundeinkommen und direkte Demokratie
    Dr. Gernot Reipen (AG Digitalisierung – Grundeinkommen, Netzwerk Grundeinkommen)
  • Eine andere Digitalisierung ist möglich?
    Werner Rätz (Bonn, Aktivist und Mitbegründer von Attac Deutschland)

Januar 2020 Chemnitz

 


Worum geht es bei dieser Veranstaltungsreihe?

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Protokoll des Zweiten Arbeitstreffen

Ein Beitrag von Ulrich Franz und Gernot Reipen


Am Freitag, den 16.11.18, trafen sich in Berlin 14 Unterstützer*innen des Frankfurter Manifests um über die zukünftigen Arbeitsstrukturen (Arbeitsprozesse), die Finanzierung und über erste Kampagnen und Veranstaltungen für 2019/2020 zu debattieren. Angestrebt wird eine Kooperation mit Gruppen, die sich zwar mit der Digitalisierung beschäftigen (z.B. Chaos Computerclub), die aber das Thema Grundeinkommen bislang nicht auf ihrer Agenda haben.
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Veranstaltung zum Frankfurter Manifest in Weimar

Ein persönlicher Bericht.

Portrait 5Rund 40 Besucher hatten sich am Dienstag, den 30.10.18 im Gewölbekeller der Stadtbibliothek Weimar eingefunden, um sich über das Frankfurter Manifest und die politischen Rahmenbedingungen eines emanzipatorischen Grundeinkommens zu informieren. Die Einladung zu dieser BGE-Veranstaltung war von den Organisationen der Initiative Grundeinkommen Weimar, der Ortsgruppe Attac und mit freundlicher Unterstützung der Stadtbibliothek erfolgt.
Möglicherweise hätten sich noch ein paar mehr interessierte Gäste eingefunden, wenn die regionale Zeitung die Terminankündigung ein paar Tage früher und nicht am 30.11. veröffentlicht hätte. Ein Problem, dass offensichtlich nicht nur auf die Stadt und die Region Weimar beschränkt ist.
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Utopie-Konferenz der Leuphana Universität Lüneburg

 

Das Grundeinkommen nur eine Utopie?

Autor: Dr. Michael Berndt

Wie wollen wir übermorgen zusammenleben? Dies war die zentrale Frage der Utopie-Konferenz, zu der Sascha Spoun, Präsident der Leuphana Universität Lüneburg, gemeinsam mit Richard David Precht vom 20. bis zum 22. August 2018 eingeladen hatte. Dieser Einladung folgten als Gäste nicht nur 49 renommierte und bekannte Kulturschaffende, Philosophen, Wissenschaftler der verschiedensten Fachrichtungen, Politiker und Wirtschaftsvertreter, sondern auch 600 Studierende und engagierte Bürger.
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