Referentin: Anke Domscheit-Berg

Anke Domscheit-Berg studierte internationale Betriebswirtschaft an der International Business School in Bad Homburg mit Schwerpunkte Volkswirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen. Sie schloss ihr Studium als Bachelor of Arts und erwarb einen Master of European Business Administration an der Northumbria Univeristy in Newcastle.
Sie war Unternehmensberaterin bei Accenture und Mckinsey und Lobbyistin für die E-Government-Produkte von Microsoft Deutschland. Anschließend machte sie sich als Publizistin und Unternehmerin selbstständig.
Politisch setzt sich Anke Domscheit-Berg für die Geschlechtergerechtigkeit in allen gesellschaftlichen Bereichen ein und engagiert sich gegen Sexismus, Gewalt gegen Mädchen und Frauen und Ungleichbehandlung im Beruf und in der Politik. Gleichzeitig ist sie eine bekannte Fürsprecherin und Aktivistin für ein bedingungsloses Grundeinkommen.

Referent: Philipp Frey

Philipp Frey studierte Neuere und Neueste Geschichte und Philosophie in Tübingen und Tromsø. Seit 2016 promoviert er am Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse in Karlsruhe. In seiner Dissertation befasst er sich aus sozialphilosophischer Perspektive mit den gegenwärtigen Automatisierungsdiskursen in Deutschland. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf dem Gebiet der kritischen Gesellschaftstheorie, der Technikphilosophie und der Zukunftsforschung. Aktuelle Publikationen zum Thema: Automatisierung – (Alb-)Traum der emanzipatorischen Linken? Zu den gesellschaftspolitischen Implikationen avancierter Produktivkräfte. In: Buckermann, P.; Koppenburger, A.; Schaupp, S. (Hrsg.): Kybernetik, Kapitalismus, Revolutionen (ein überarbeiteter Auszug erschien unter dem Titel „Das Mögliche und das Wirkliche“ im nd); Industry 4.0, Work 4.0 – TINA 4.0? Dominant technoscientific futures and their alternatives (zus. mit Christoph Schneider, in Vorbereitung).

Referent: Dr. Sebastian Sevignani

Dr. Sebastian Sevignani hat Kommunikationswissenschaft, Theologie und Philosophie an der Universität Salzburg studiert und ist seit 2014 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie der Friedrich-Schiller-Universität in Jena. Er forscht und lehrt in den Bereichen Kritik der Politischen Ökonomie und (Neue) Medien, Ideologietheorie, Theorie der Frankfurter Schule und kritische Gesellschaftstheorie. Zur Zeit arbeitet er an einem Habilitationsprojekt zu einer (Re-)Aktualisierung einer kritischen Theorie menschlicher Bedürfnisse. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt sind Analysen des digitalen Kapitalismus, der historischen-materialistischen (Kommunikations-)Theorie und der kritischen politischen Ökonomie im Bereich Medien und Kommunikation.

Aktuelle Publikationen: Privacy and Capitalism in the Age of Social Media (2016) und Medien im Kapitalismus zusammen mit Sevda C. Arslan, (in Vorbereitung).

Referent: Timo Daum

Timo Daum ist Hochschullehrer in den Bereichen Medien, Online und digitale Ökonomie. Neben zahlreichen Veröffentlichungen zu diesen Themen hält er Vorträge und organisiert Konferenzen und Workshops rund um Fragen des Digitalen Kapitalismus. Daum ist diplomierter Physiker und hat fast zwei Jahrzehnte Erfahrung im In- und Ausland in der IT-Branche, wo er als Entwickler, Online-Designer und Projektmanager tätig war. Beim Online-Magazin DAS FILTER ist die Reihe „Understanding Digital Capitalism“ erschienen. 2016 organisierte er in Kooperation mit Mein Grundeinkommen und Ex-Berliner eine Konferenz zum Thema Grundeinkommen unter dem Titel „What would you do with a 1000 €?“ Im Herbst 2017 ist von ihm das Buch „Das Kapital sind wir. Zur Kritik der digitalen Ökonomie“ bei der Edition Nautilus erschienen. Das Buch hat von der Friedrich-Ebert-Stiftung den Preis „Das politische Buch 2018“ erhalten.

Referent: Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn

Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn ist Mitglied des Bundestags, Sprecher für Arbeitsmarktpolitik und Sprecher für europäische Sozialpolitik der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/ Die Grünen. In dieser Funktion ist er unter anderem für die Themenbereiche Zukunft der Arbeit sowie Grundeinkommen fachpolitisch zuständig.

Vor seinem Einzug in den Bundestag war der habilitierte Volkswirt u.a. an den Universitäten Bielefeld, Frankfurt/M. und Hohenheim in Forschung und Lehre tätig. Bevor er 2008 in den Bundestag nachrückte, war er Lehrstuhlvertreter der Professur für Labour Economics an der Goethe-Universität Frankfurt. Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Tätigkeit waren Armutsforschung, Grundsicherung/ Grundeinkommen, Reform und Finanzierung der sozialen Sicherung, Gendereconomics und Arbeitsmarktökonomie. Mehrere Veröffentlichungen zum Thema Grundeinkommen, u.a. Wege zum Grundeinkommen (2012), Das Solidarische Bürgergeld. Finanz- und sozialpolitische Analyse eines Reformkonzepts (2007).