Digitalisierung und bedingungsloses Grundeinkommen

Neue Möglichkeiten für Sorge- und Pflegetätigkeiten? 

Autorin: Dagmar Paternoga,
Attac, Genug für Alle AG

Dagmar PaternogaMit zunehmender Diskussion um Künstliche Intelligenz (KI) und damit verbundenen Zukunftsszenarien um den Wegfall von Erwerbsarbeitsplätzen bekommen immer mehr Menschen Angst vor der Digitalisierung. Sie fragen, was ist mit der Sicherheit meines Einkommens durch Erwerbsarbeit? Wie viel Arbeitsplätze werden durch KI wegfallen?

Doch müssen wir davor Angst haben? Oder bietet die Digitalisierung neben ihren Gefahren, denen wir aufmerksam begegnen müssen, auch Möglichkeiten, unsere Gesellschaft neu zu gestalten?

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Grundeinkommen in Liechtenstein

Die Diskussion über ein Grundeinkommen und dessen Umsetzung findet mittlerweile auf breiter Ebene in der Öffentlichkeit statt. Der Volksentscheid in der Schweiz 2016 über ein Grundeinkommen war nur der Anfang einer Reihe von Umsetzungsversuchen. Es folgte ein Modellversuch in Finnland und regionale Tests in den Niederlanden. Auch in Belgien, sowie zuletzt in der Schweiz und in Deutschland wurden und werden solche „Modellversuche“ regional diskutiert, wie z.B. im Kanton Zürich, in Schleswig-Holstein, in Flensburg oder in Göttingen.

Wie sinnvoll solche Modellversuche sein mögen, möge jeder selbst versuchen zu beantworten. Sie können aber die tatsächlichen kurz- und langfristigen Einflüsse eines Grundeinkommens auf Gesellschaft, Wirtschaft und Politik nur bedingt widerspiegeln. Das könnte nur ein „Grundeinkommensversuch“ mit einer Laufzeit von mindestens fünf bis zehn Jahren in einem konkreten Staat.

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Ganz falsche Freunde

Mit Leuten wie Fürst kann es keine Zusammenarbeit geben.

Autor: Werner Rätz

Den Inititiatorinnen und Unterzeichnern des Frankfurter Manifestes geht es auch darum, rechte, schon gar rechtspopulistische und rechtsradikale Positionen auszugrenzen, seien sie für etwas, das sie BGE nennen oder nicht. Deshalb kann es mit Leuten wie Fürst keine Zusammenarbeit geben.“

Klaus Fürst bezeichnet sich selbst als „kapitalismuskritischer Kapitalist“, der 2012 „das Institut für Kommunikation von Zukunftskonzepten (dort allerdings nicht erreichbar, sondern unter Zukunftsaspekte – WR) gründete.
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Gesellschaft und Grundeinkommen

Gastbeitrag
Autor: Dr. Michael Berndt
Fachbeauftragter Bedingungsloses Grundeinkommen, Sozialpiraten
Lizenz: CC BY-ND

 

Immer häufiger wird über ein Grundeinkommen diskutiert und das ist wichtig und gut. Dennoch höre ich solchen Diskussionen nicht mehr gerne zu. Warum? Weil immer wieder die gleichen Fragen auftauchen und diskutiert werden: Wo soll das zusätzliche Geld herkommen? Arbeiten dann noch genügend Leute? Wer macht ungeliebte Arbeit? Fragen und Ängste einer Gesellschaft, die sich über Geldverdienst und -vermögen definiert.

Aber es braucht kein „zusätzliches“ Geld. Schon heute ist in unserer Gesellschaft jeder grundabgesichert. Und gesellschaftliche Leistungen werden über Geld bewertet – manchmal mit Null Euro – und über Geld miteinander verrechnet. Handelsbilanz und ausländische Kapitalflüsse einmal außer Acht gelassen. Es ist also alles nur eine Frage der Bewertung und Verrechnung von gesellschaftlichen Leistungen.

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Die ersten 100 UnterstützerInnen

Mehr als 100 UnterstützerInnen haben in den letzten Wochen unser Positionspapier „Frankfurter Manifest“ für ein emanzipatorisches Grundeinkommen unterzeichnet. Aber das soll nur der Anfang sein! Damit es noch deutlich mehr BefürworterInnen in Zukunft werden, daran wollen wir gemeinsam arbeiten!
Ein zweites Arbeitstreffen ist am Freitag den 16. November 2018 in Berlin geplant. Alle UnterstützerInnen erhalten aber bereits schon jetzt eine Einladung mit Vorankündigung zu diesem Arbeitstreffen. Weiterlesen „Die ersten 100 UnterstützerInnen“

Liste der UnterstützerInnen

Initiativen, Organisationen, Arbeitsgruppen und Parteien sind fett gedruckt!

145. Markus Jensch, Berlin, 144. Roman F., Osnabrück, 143. Bauer, Berlin, 142. Josef Plank, Berlin, 141. Jens Thölking, Visbeck, 140. Hinrich Garms, Offenbach am Main, 139. Robert Simon, Vellberg, AG Genug für alle, Attac Bremen, 28205 Bremen, 138. Manfred Seitz, Bremen, 137. Ralph Würfel, Bielefeld, 136. Siegfried Behrendt, Bremen, Initiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen in der Bremischen Evangelischen Kirche, Bremen, 135. Renate Rathmann, Konz, 134. Anke Kewitz, 21109 Hamburg, 133. Susanne, Hamburg, 132. K. Beant Kaur Mönnich, Hamburg, 131. Olga Masur, Hamburg, 130. Lars Beck, Mulfingen, 129. Thomas Plauck, Castrop-Rauxel, 128. Rebecca Pens, Berlin, 127. Heinz Swoboda, Wien, 126. Jörg Huckenbeck, 125. Jutta O. Lechner, Bonn, 124. Rebecca Gaube, Frankfurt, 123. Sebastian Meyer, 122. Gabriele Schmidt, Bremen, 121. Harald Buwert, Olching, 120. Daniel Hans Dox, Kiel, 119. Thomas Näcke, Céret, 118. Rolf R. Müller, Leipzig, 117. Martin Birkner, Wien, 116. Josef Özcan, Köln, 115. Gertrude Stein, 3851 Kautzen, 114. Günter K., a-1210 Wien, 113. Annette Berndt, 26506 Norden, 112. Dr. Michael Berndt, Norden, AG genug für alle, Attac Deutschland, 111. Gilsa Hausegger, Graz, 110. Jutta Müller, Wien, 109. Leopold Prassl, Hof bei Straden, 108. Matthias Reichl, Bad Ischl (Österreich), 107. Ulrike Sambor, Brunn am Geb., 106. Klaus Sambor, Brunn am Geb., 105. Eva-Maria Glathe-Braun, Ulm, 104. Timo Daum, 10969 Berlin, 103. Manfred Seitz, Bremen, 102. Jo Werner, Berlin, 100. Jutta Pintaske, 99. Norbert Schepers, Bremen, 98. Charlotte K. Frankfurt am Main, 97. Tobias Wagner, Wächtersbach, 96. Christine Zander, Hamburg, 95. Bernd Jahnke, Freistatt, 94. Denis Blümke, Berlin, 93. Quest, Rostock, 92. Matthias Blöcher, 91. Peter P. Eppstein, 90. Michael Riese, Alsfeld, 89. Frank Westermann, 27472 Cuxhaven, 87. Andreas Matt, Frankfurt, 86. Andreas Haab, Dinslaken, 85. Johannes Fangmeyer, 48480 Spelle, 84. Charlotte Ullmann, Frankfurt am Main, 83. Andreas F., Saarbrücken, 82. Joachim Engelhardt, Berlin, Weiterlesen „Liste der UnterstützerInnen“

Das Frankfurter Manifest:

Eine klare Stimme für das emanzipatorische bedingungslose Grundeinkommen!

Autor: Jörg Reiners
Artikel zuvor veröffentlicht im Netzwerk Grundeinkommen

Verschiedene Vorstände börsennotierter Unternehmen, wie z.B. Timotheus Höttges von der Deutschen Telekom AG, haben die Einführung eines Grundeinkommens angemahnt. Auffällig dabei: Die lautesten Stimmen kommen von den Chefs der Firmen, die ganz wesentlich mit der Digitalisierung zu tun haben. Man darf voraussetzen, dass diese Herren am besten wissen, was noch alles in ihren Schubladen liegt, und abschätzen können, was wann und wie auf unsere Gesellschaft zukommen wird. In dem Newsletter vom 25.04.2016 wurde bereits auf erste Töne aus den Chefetagen hingewiesen.
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Videodokumentation der BGE-Arbeitstagung

Wir werden zeitnah eine vollständige Videodokumentation der BGE-Veranstaltung unter YouTube Kanal digiBGE online stellen. Unser Ziel ist es, eine möglichst transparente offene Dokumentation allen zur Verfügung zu stellen, die an der Tagung nicht teilnehmen konnten. Sie dient auch als Mediathek und Quelle für alle, die sich intensiv mit dem Thema BGE und Digitalisierung, insbesondere Arbeit 4.0, informieren wollen. Besonders letzteres nicht aus der Sicht von Arbeitgebern, Unternehmensverbänden und Parteien. Wir folgen damit einem Wunsch, der bei der Arbeitstagung häufig eingefordert wurde. Digitale-Plattformen müssen die Vielfälligkeit einer Gesellschaft zum Ausdruck bringen und dürfen nicht von global agierenden Unternehmen vereinnahmt und einseitig, im Interesse ihrer wirtschaftlichen Ansprüche und Zielsetzungen, interpretiert oder sogar manipuliert werden.

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