Pressemitteilung der Vorbereitungsgruppe der Arbeitstagung Digitalisierung? Grundeinkommen!

Frankfurt am Main, 27. Mai 2018

 „Wir verteidigen nicht die Arbeit der Menschen gegen die Maschinen“

„Teilnehmer*innen der Arbeitstagung „Digitalisierung? Grundeinkommen!“ positionieren sich gegen Grundeinkommensvorstellungen der „Manager des globalen digitalen Kapitalismus“

Wie müsste ein bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) aussehen, um in Zeiten der Digitalisierung eine emanzipatorische Wirkung zu entfalten? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Arbeitstagung „Digitalisierung? Grundeinkommen!“ am Samstag in Frankfurt am Main.

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Kurzer Zwischenbericht zur BGE-Veranstaltung in Frankfurt.

Digitalisierung? Grundeinkommen!

Das Ergebnis der Arbeitstagung, an der etwa hundert Menschen teilgenommen haben, war ein gemeinsames Positionspapier, worauf sich die Teilnehmer einigen konnten. Aufgrund der durchaus konstruktiven und fruchtbaren Diskussionsrunden und Workshops wird das Papier derzeit noch redaktionell überarbeitet und ergänzt. Wir werden dieses gemeinsame Positionspapier in den nächsten Tagen online stellen. Alle Informationen zur zwei tätigen Veranstaltung werden wir ebenfalls sukzessive als Videodokumentation auf youtube „Kanal digiBGE“ oder als kleine Artikel auf unserem Blog https://digibge.wordpress.com/ veröffentlichen.

Mit unserem Positionspapier wollen wir unsere Vorstellungen eines emanzipatorischen BGE dem eines neoliberalen BGE gegenüberstellen und letztendlich die Frage zu beantworten versuchen: „Wie wollen wir in Zukunft leben?“

Die BGE-Arbeitstagung ist erst der Anfang einer grundsätzlichen Diskussion zu der oben gestellten Frage. Jeder, der sich der Frage widmen möchte, ist uns herzlichst willkommen.

Nur gemeinsam und in einem allgemeinen Konsens lässt sich ein BGE einführen. Und nur gemeinsam und in einem allgemeinen Konsens lässt sich eine gesellschaftliche Zukunft gestalten, die alle mit einbezieht und niemanden ausschließt.

Digitalisierung? Grundeinkommen!

GrundeinkommensaktivistInnen organisieren eine u. a. vom Netzwerk Grundeinkommen unterstützte öffentliche Arbeitstagung Ende Mai in Frankfurt am Main zu Digitalisierung, Arbeit 4.0 und Grundeinkommen. Dabei sind namhafte VertreterInnen aus Politik und Wissenschaft wie Anke Domscheit-Berg, Wolfgang Strengmann-Kuhn und Timo Daum.

Folgende Inputs werden gegeben:

  1. Digitalisierung heute und morgen – Überblick über Möglichkeiten der Digitalisierung und des Einsatzes von Robotern: Philipp Frey, Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse.
  2. Wie werden sich die Produktion und die Dienstleistungen verändern? Chancen und Verluste von Arbeitsplätzen: Timo Daum, Dipl. Physiker, Onlinedesigner, Dozent für online-development und digital economy.
  3. Gesellschaftliche und soziale Herausforderungen. Welche Gesellschaft wollen wir? Anke Domscheit-Berg, MdB, Unternehmerin, Publizistin, Aktivistin.

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Bedingungsloses Grundeinkommen = Couponschneiden?

Autoren: Werner Rätz und Dagmar Paternoga

Die finnische Rechtsregierung experimentiert im zweiten Jahr mit einer Sozialhilfe unter der Armutsgrenze und nennt das „Grundeinkommen“. Ähnliches versuchen einzelne Städte in den Niederlanden. Und auch die Landesregierung in Schleswig-Holstein stellt vergleichbare Überlegungen an. Bei aller notwendigen Kritik an diesen Projekten, die mit einem bedingungslosen Grundeinkommen nichts gemeinsam haben, haben sie eines erreicht: Es wird in breiten Teilen der Öffentlichkeit umfassend über das Grundeinkommen gesprochen. Nicht immer will dabei Freude aufkommen.

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Verknappung des Denkens

Mühselig denkt die SPD über Digitalisierung nach.
Eine Tagung zum Grundeinkommen verspricht da mehr Erkenntnis.

Autor: Michael Jäger

 

Zu keinem besseren Zeitpunkt hätte diese Arbeitstagung stattfinden können: „Digitalisierung? Grundeinkommen!“, unter diesem Motto laden Attac, die Piratenpartei und das Netzwerk Grundeinkommen Ende Mai nach Frankfurt am Main und wollen dabei nicht nur den „sozialen Herausforderungen“ gerecht werden, die mit der Digitalisierung einhergehen, sondern gehen von einer ganz klaren Frage aus: „Welche Gesellschaft wollen wir?“ Genau das tut die SPD nicht, die angeblich gerade anfängt, sich als Partei zu erneuern, indem sie vor allem die digitale Zukunft diskutiert.

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Unsere Referentenliste

Für die BGE-Arbeitstagung am 26.05.18 in Frankfurt am Main konnten wir namhafte Referenten gewinnen, die sich entweder seit Jahren als BGE-Aktivisten oder mit (wissenschaftlichen) Veröffentlichungen zum Thema BGE hervorgetan haben.

  • Anke Domscheit-Berg,
  • Philipp Frey,
  • Dr. Sebastian Sevignani,
  • Timo Daum und
  • Dr. Strengmann-Kuhn

Wir hoffen, es wird der Beginn einer fruchtbaren zukünftigen Zusammenarbeit in Sachen bedingungsloses Grundeinkommen und Ansporn für weitere „Prominente“ und wichtige Persönlichkeiten sein, sich unserer BGE-Allianz anzuschließen. Ein bedingungsloses Grundeinkommen kann nur von der Mehrheit aller gestaltet und umgesetzt werden. Jetzt ist die Zeit reif!

Referentenliste: https://digibge.wordpress.com/category/referentenliste/

Referentin: Anke Domscheit-Berg

Anke Domscheit-Berg studierte internationale Betriebswirtschaft an der International Business School in Bad Homburg mit Schwerpunkte Volkswirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen. Sie schloss ihr Studium als Bachelor of Arts und erwarb einen Master of European Business Administration an der Northumbria Univeristy in Newcastle.
Sie war Unternehmensberaterin bei Accenture und Mckinsey und Lobbyistin für die E-Government-Produkte von Microsoft Deutschland. Anschließend machte sie sich als Publizistin und Unternehmerin selbstständig.
Politisch setzt sich Anke Domscheit-Berg für die Geschlechtergerechtigkeit in allen gesellschaftlichen Bereichen ein und engagiert sich gegen Sexismus, Gewalt gegen Mädchen und Frauen und Ungleichbehandlung im Beruf und in der Politik. Gleichzeitig ist sie eine bekannte Fürsprecherin und Aktivistin für ein bedingungsloses Grundeinkommen.

Referent: Philipp Frey

Philipp Frey studierte Neuere und Neueste Geschichte und Philosophie in Tübingen und Tromsø. Seit 2016 promoviert er am Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse in Karlsruhe. In seiner Dissertation befasst er sich aus sozialphilosophischer Perspektive mit den gegenwärtigen Automatisierungsdiskursen in Deutschland. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf dem Gebiet der kritischen Gesellschaftstheorie, der Technikphilosophie und der Zukunftsforschung. Aktuelle Publikationen zum Thema: Automatisierung – (Alb-)Traum der emanzipatorischen Linken? Zu den gesellschaftspolitischen Implikationen avancierter Produktivkräfte. In: Buckermann, P.; Koppenburger, A.; Schaupp, S. (Hrsg.): Kybernetik, Kapitalismus, Revolutionen (ein überarbeiteter Auszug erschien unter dem Titel „Das Mögliche und das Wirkliche“ im nd); Industry 4.0, Work 4.0 – TINA 4.0? Dominant technoscientific futures and their alternatives (zus. mit Christoph Schneider, in Vorbereitung).

Referent: Dr. Sebastian Sevignani

Dr. Sebastian Sevignani hat Kommunikationswissenschaft, Theologie und Philosophie an der Universität Salzburg studiert und ist seit 2014 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie der Friedrich-Schiller-Universität in Jena. Er forscht und lehrt in den Bereichen Kritik der Politischen Ökonomie und (Neue) Medien, Ideologietheorie, Theorie der Frankfurter Schule und kritische Gesellschaftstheorie. Zur Zeit arbeitet er an einem Habilitationsprojekt zu einer (Re-)Aktualisierung einer kritischen Theorie menschlicher Bedürfnisse. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt sind Analysen des digitalen Kapitalismus, der historischen-materialistischen (Kommunikations-)Theorie und der kritischen politischen Ökonomie im Bereich Medien und Kommunikation.

Aktuelle Publikationen: Privacy and Capitalism in the Age of Social Media (2016) und Medien im Kapitalismus zusammen mit Sevda C. Arslan, (in Vorbereitung).